Marc Zuckerberg als Spion verhaftet

So oder so ähnlich könnte die Überschrift über einen Zeitungsartikel lauten. Was ist der Unterschied zwischen einem Spion und einem Manager eines Datenkonzerns? Ein Spion arbeitet im Geheimen, im Dunkeln. Ihm haftet auch etwas mystisches an. Er sucht nach Unterlagen, die meist verschlossen sind. Aber tut das nicht auch Marc Zuckerberg? Wem zeigen sie Ihren Reisepass? Ihren Personalausweis? Ihre Geburtsurkunde? In der Regel nur Behördenvertretern. Aber wenn ein Datenmanager auftritt und will diese Dokumente sehen, dann werden sie freiwillig gescannt und in die USA geliefert.

Sie glauben es nicht? Es ist uns passiert, als wir einen Account bei Facebook eröffnen wollten. Wir wollten einen bereits bestehenden Account weiterführen, aber offenbar wird die IP dauerhaft dazu gespeichert, damit man jederzeit sieht, wer sich in diesem Account befindet. Stimmt die IP nicht mit dem Ersteller überein, wird der Zugriff gesperrt. Im folgenden Schritt will der Zuckerberg-Konzern ein Bild von Ihnen. Die Bilddatenbank in den USA ist groß genug für alle 8 Milliarden Einwohner dieses Planeten. Da befindet sich Ihr Bild in guter Gesellschaft. Bilderkennungssoftware auf Flughäfen und öffentlichen Plätzen werden sehr kontrovers diskutiert. Machen sie sich keine Gedanken, Mark Zuckerberg interessiert das nicht.

Wir haben deshalb einen ganz neuen Account aufgesetzt. Am nächsten Tag war dieser wieder gesperrt und jetzt ging es ans Eingemachte. Facebook verlangte tatsächlich einen Scan von Reisepass, Personalausweis oder Geburtsurkunde. Liebe Leser, an dieser Stelle platzte mir der Kragen. Ich bin doch nicht der Lieferant von persönlichen Daten an einen Marc Zuckerberg!

Das ist auch Grund, warum Fekunda und alle damit zusammenhängenden Seiten nicht weiter auf Facebook & Co. vertreten sind. Spione unterstützen wir nicht. Seit vorsichtig, wem ihr welche Daten gebt!

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