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Kooperation von Fekunda und PurAlp GmbH

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Fekunda und die Pur Alp GmbH, Oberstdorf, arbeiten auf dem Gebiet der Kosmetik und Nahrungsergänzungsmittel zusammen. Fekunda übernimmt die Entwicklungen für beide Zweige und unterstützt die Pur Alp bei der Produktion.

Pur Alp vertreibt naturkosmetische Produkte und Nahrungsergänzungsmittel, primär auf der Basis von Honig. Die Pur Alp GmbH ist Bioland zertifiziert. Die Produkte der Pur Alp werden auch im Shop Dr. Lanfermann angeboten.

Fekunda entwickelt kosmetische Produkte für den Friseur- und Kosmetikmarkt.

Ist zertifizierte Kosmetik besser?

Bevor ich auf die Frage eingehe, habe ich eine andere Frage. Bekommen Sie bessere Produkte von Unternehmen, die nach ISO 9001 zertifiziert sind?

Zertifizierung ist teuer. Aber wo liegt der Vorteil? Sicherlich ist es von Vorteil, wenn ich ich mich auf éine bestimmte Zielgruppe fokussieren kann. Aber leider gibt es für die Zertifizierung von Kosmetik keine Harmonisierung unter den Anbietern. Dies ist mit sicherheit das größte Problem. Jeder Zertifizierer hat sein eigenes Regelwerk, welches vom Produkthersteller eingehalten werden muss. In der Regel bezieht sich die Zertifizierung auf die Auswahl von Rohstoffen, Hauptrohstoffe sind natürliche Materialien wie Öle oder Naturstoffextrakte. Die meisten Menschen, die Naturkosmetik suchen, glauben, dass Naturprodukte harmlos sind, eben grün.

2015 untersuchte das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) Kräuter wie Rosmarin, Dill, Oregano und Schnittlauch auf Pestizidrückstände. In 6,5 – 9,0 % der Proben wurde der Grenzwert für Pestizide überschritten. Diese Ergebnisse sind zwar für Lebensmittel, aber auch aus solchen Kräutern werden Rohstoffe für Kosmetik hergestellt. Wie sieht es hier mit Pestiziden aus? Mir wurde bislang nur einmal eine Pestizidanalyse für eine Charge Bienenwachs vorgelegt.

Nächstes Problem sind allergische Reaktionen. Aus eigener Erfahrung weiß ich, das auch zertifizierte Rohstoffe keinen Schutz bieten. Warum verlangen Zertifizierer keinen Nachweis?

Ich denke, es gibt noch viel zu tun.

 

Naturkosmetik vs. Kosmetik

Fekunda

Fekunda-Projektmanagement, kosmetische Entwicklung

Durchstöbert man das Internet zum Thema Naturkosmetik, fällt auf, das viele Seiten nicht die Vorzüge ihres kosmetischen Produktes herausstellen, sondern sich viel Mühe geben, die „böse“ Chemie zu verteufeln. Warum?

Der Begriff Naturkosmetik ist nicht geschützt. Es gibt sowohl vom Bundesgesundheitsministerium als auch vom Europarat Ansätze für eine Definition, aber letztlich hat sich keine Definition durchgesetzt. Wikipedia bezeichnet Naturkosmetik so: „Als Naturkosmetik werden Kosmetika bezeichnet, die dem Anspruch nach schonender für Mensch und Umwelt und aus „natürlicheren“ Rohstoffen hergestellt sind als herkömmliche Kosmetika.“ Der interessierte Leser sieht hier leicht, dass es auch den Verfassern von Wikipedia schwer fällt, eine genaue Definition zu geben. Im Wesentlichen spielen bei allen Definitionen die Herkunft der Rohstoffe, die Gesundheitsgefährdung und die Schonung der Umwelt eine Rolle.

Gesundheitsgefährdung durch Kosmetika

Das Thema Gesundheitsgefährdung wird durch einschlägige Verordnungen in Europa geregelt. Die Kosmetikverordnung erlaubt nur Rohstoffe, die nach dem Stand der Technik nicht gesundheitsgefährdend sind oder schreibt die erlaubte Konzentration vor. Die Kosmetikverordnung schützt die Konsumenten weitgehend vor Verletzungen durch eingesetzte Rohstoffe. Ein großes Problemfeld unserer Tage wird durch die Kosmetikverordnung allerdings nicht vollständig erfasst: die stark steigenden Zahlen von allergischen Reaktionen.

Dermatologen und Wissenschaftler beschreiben die Reaktionen von verschiedenen Chemikalien auf die Haut, auf die Atemwege auf die Schleimhäute. Manchmal können sie die auslösende Substanz identifizieren. Aber es ist bis heute nicht gelungen, den Mechanismus einer Allergie zu beschreiben. Was führt zu der beobachteten Reaktion? Wie entwickelt sich diese Reaktion beim Menschen? Solange die Wissenschaft dieses Phänomen nicht umfassend beschreiben kann, solange kann sich der Patient nur teilweise gegen die Allergie schützen. Deshalb gibt es Informationen über allergieauslösende Substanzen, die den Ärzten und Wissenschaftlern zur Verfügung stehen. Der Patient wird über seinen Arzt davon in Kenntnis gesetzt, was eventuell seine Allergie ausgelöst hat. Manchmal stimmt die Diagnose, manchmal aber auch nicht. Der Allergiker kann nun aufgrund der Kosmetikverordnung in der Liste der Inhaltsstoffe, auf den Kosmetika als Ingredients bezeichnet, nachsehen, ob diese allergieauslösende Substanz enthalten ist.

Bekanntermaßen erzeugt die Natur selber die meisten bekannten Allergene. Die bekanntesten Naturprodukte sind Zitrusfrüchte und Nüsse. Natürlich gibt es auch synthetisch hergestellte Allergene, denn der Sinn der Chemie liegt ja darin, einen Rohstoff möglichst ohne Nebenprodukte zu produzieren. Der Chemiker schaut der Natur ab, wie die Natur einen Stoff synthetisiert und versucht diesen Prozess zu kopieren. Durch die Verbesserung der Synthesen werden die Stoffe zunehmend reiner. Der bekannte Ausspruch von Paracelcusallein die Menge macht das Gift, gilt für alle Substanzen, egal ob natürlich, biologisch oder chemisch synthetisiert.

Herkunft der Rohstoffe

Die Verfechter der Naturkosmetik argumentieren damit, dass die Natur sauber und friedlich ist, sie nicht zerstört. In Wahrheit ist die Natur das grausamste auf der Welt. Schauen Sie sich den Mikrokosmos mal an, jede Pflanze, jedes Tier kämpft ums Überleben. Da ist kein Platz zum Kuscheln. Gleichzeitig sorgt die Natur dafür, dass alles im Gleichgewicht ist. Aas wird verzehrt bevor es gefährliche Keime hervorruft. Blätter werden kompostiert und über einen längeren Zeitraum zu Öl und Gas verarbeitet. Mit welchem Recht wird die pflanzliche Welt als natürlich, die zu Öl umgesetzten Bestandteile dagegen als „unnatürlich“ bezeichnet? Ist es der einzige Grund, dass Pflanzen schneller die benötigten Rohstoffe liefern als Mutter Erde?

Jeder Rohstoff, den uns die Natur liefert, wird vor seinem Einsatz bei Kosmetika chemisch und / oder physikalisch aufbereitet. Am natürlichsten sind noch die Rohstoffe, die direkt aus der Natur gewonnen werden können, wie Öle. Durch Pressung, also einem physikalischen Vorgang, werden native Öle gewonnen, die in dieser Form auch in Kosmetika eingesetzt werden. Der Nachteil des physikalischen Vorganges ist, dass nicht nur die gewünschten Öle gesammelt werden, sondern auch Nebenbestandteile wie Fruchtfleisch oder unerwünschte Allergene. Bei einem weiteren wichtigen physikalischen Trennvorgang, der Extraktion, wird der Rohstoff mit Wasser oder Alkohol aus der Maische extrahiert. Dabei werden wasserlösliche oder alkohollösliche Nebenbestandteile ebenfalls mit dem Rohstoff im kosmetischen Produkt verarbeitet. Viele dieser Nebenbestandteile werden erst durch verbesserte analytische Methoden erkannt. Als Beispiel sei der Kaffee genannt, bei dem inzwischen über 1000 Nebenbestandteile identifiziert wurden.

Die meisten, auch in der Naturkosmetik eingesetzten Rohstoffe werden chemisch aufgearbeitet. Alle Tenside kommen in der Natur nicht natürlich vor. Sie müssen chemisch synthetisiert werden und sind unverzichtbar. Um kosmetische Produkte haltbar zu machen, sind Konservierungsmittel erforderlich. Die eingesetzten Benzoate, Benzoesäure und andere sind zwar in der Naturkosmetik geduldet, aber letztlich doch wieder chemisch synthetisiert.

Bleiben noch die Erdölderivate. Erdöl ist ein natürliches Produkt unserer Erde, wird aber mit Argwohn gesehen, wenn es in kosmetischen Produkten verarbeitet wird. Erdölprodukte werden chemisch aufbereitet, da Rohöl in seiner Form nicht für Kosmetika geeignet ist. Weißöle und Vaseline sind die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe. Sie sind chemisch gereinigt und entsprechen unserem Arzneimittelgesetz. Warum ist ein Arzneimittel als kosmetisches Produkt ungeeignet?

Noch eine Anmerkung zu denen, die die Chemie verteufeln. Vielfach sind diese Verfasser chemische Laien, die nicht immer verstehen, wovon sie reden. Oder wie ist es erklärbar, dass im Internet hartnäckig immer wieder Dioxan und Dioxin verwechselt wird? Um die angebliche Bedenklichkeit eines Rohstoffes zu beweisen wird auch das Sicherheitsdatenblatt des Rohstoffes herangezogen. Das Sicherheitsdatenblatt gilt nur für den gewerblichen Gebrauch. Die gefährliche Wirkung eines kosmetischen Produktes wird durch die Sicherheitsbewertung aufgezeigt, sofern es gefährlich ist. Die Sicherheitsbewertung ist für jedes kosmetische Produkt in der EU obligatorisch und entspricht dem Stand der Technik. Ein kosmetisches Mittel mit gefährlichen Eigenschaften darf nicht verkauft werden. Die meisten Tenside sind nach den festgelegten Kriterien für den Umgang mit Chemikalien reizend, die etherischen Öle gesundheitsschädlich. Sie müssen für den Umgang mit ihnen entsprechend gekennzeichnet werden, denn diese Rohstoffe liegen in einer anderen Konzentration vor als im kosmetischen Produkt. Wieder Paracelsus!

Schonung der Umwelt

Jedes kosmetische Mittel wird am Körper eines Menschen eingesetzt. Sei es als fettlösendes Duschgel oder Shampoo, als pflegende Creme, als gleitendes Massageöl, als Wimperntusche oder Lippenstift. Und jedes künstlich auf die Haut aufgebrachte kosmetische Produkt wird entweder beim Duschen wieder abgewaschen oder mittels anderer Hilfsmittel beim Abschminken entfernt und über den Restmüll entsorgt. Das was wir der Natur entnehmen, führen wir ihr wieder zu. Leider ist dieser Satz nicht ganz so einfach. Die Entnahme aus der Natur bedingt Züchtung von Pflanzen oder Förderung von Erdöl. Das beides nicht so einfach ist, ist aus der Presse bekannt genug. Die Entsorgung letztlich ist auch nicht trivial. Durch Abwasseraufbereitung und Müllberge müssen die entsorgten kosmetischen Produkte behandelt werden, damit sie unsere Umwelt nicht übermäßig strapazieren. Und in diesem Kreislauf tun sich Naturkosmetik und herkömmliche Kosmetik rein gar nichts.

Jeder Anwender von kosmetischen Produkten möchte letztlich eines – er möchte die ausgelobte Wirkung spüren, aber keine gesundheitlichen Schäden nehmen. Der eine ist Verfechter der Naturkosmetik, der andere sucht ein billiges Produkt mit gleicher Wirkung und der dritte braucht ein Produkt was er persönlich gut verträgt.

FEKUNDA entwickelt kosmetische Produkte nach ihren Wünschen. Egal, welche Vorlieben Sie haben. Sie entscheiden, ob Sie reine Naturkosmetik wünschen oder klassische Kosmetik. Wir arbeiten mit einem Lohnfertiger für kleine und Kleinstserien zusammen, so dass Anbieter von Kleinserien dies auch realisieren lassen können. Oder Sie benötigen das Weihnachts-Duschgel für ihre Belegschaft. Auch solche Wünsche sind realisierbar, aber nicht kurzfristig, denn auch solche Produkte müssen mikrobiologisch getestet werden und eine Sicherheitsbewertung ist ebenfalls obligatorisch.

FEKUNDA ist auf kosmetische Produkte spezialisiert. Entwicklung von Kosmetika, Produktmanagement, Produktionslogistik bis zur Vermarktung. FEKUNDA übernimmt auch die Notifizierung von kosmetischen Produkten, also die EU-weite Anmeldung in Brüssel. Fekunda sorgt mit Partnern für die mikrobiologischen Untersuchungen und die Sicherheitsbewertung.

Werbeaussagen bei Händlern von Naturkosmetik

Das Internet wird heute oftmals als Vertriebsplattform genutzt. Das ist für den Verbraucher auch hilfreich und aufschlußreich. Auffallend ist nur, dass einige Zeitgenossen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – also im deutschsprachigen Raum – keine Argumente für ihre Produkte finden. Sie machen den Wettbwerb schlecht und glauben, sich so einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen. Diese Form des Wettbewerbs hat mir noch nie behagt und deshalb habe ich mich systematisch von alle Firmen getrennt, deren Vertriebsbeauftrage als einziges Argument den ja so schlechten Wettbewerber kannten.

Im Bereich der Naturkosmetik findet man dieses Verhalten ebenfalls. Offenbar ist es den Herstellern ziemlich egal, wie ihre Produkte vertrieben werden. Da wird von einigen Händlern gegen die Chemie gewettert, was es das Zeug hält. Aber wenn man die Argumente mal liest, dann stellt man sehr schnell fest, dass diese Personen überhaupt keine Ahnung davon haben, was sie schreiben. Copy & Paste heißt das Zauberwort.

  • Da werden kosmetische Silikonverbindungen als biologisch nicht abbaubar beschrieben – dann dürften sie erst gar nicht verkauft werden.
  • Da wird 1,4-Dioxan mit Dioxin verwechselt – da würde kein Hersteller mehr Ethoxylate herstellen und der Vertrieb wäre längs verboten worden.
  • Da werden Sicherheitsdaten ohne Kenntnis der Bedeutung verwendet, nur um dem Verbraucher zu zeigen, wie schädlich doch sein jetziges Produkt angeblich ist und er unbedingt ein Naturprodukt verwenden sollte.
  • Da wird LAS (Lauryl Alkyl Sulfat) als chemisches Produkt verteufelt und Sodium Lauryl Sulfosuccinate als pflanzliches Tensid ausgelobt.

Was tun die Hersteller der Naturprodukte? Sie lassen es offenbar zu, um ihre Umsätze zu steigern. Es ist schon bedauerlich, dass Chemie meist schon früh in der Schule abgewählt werden kann und anschließend diese Personen sich als angebliche Fachleute im Internet tummeln.

Ob Naturkosmetik oder klassische Kosmetik – das ist eine philosophische Frage. Ich entscheide, was ich nutzen will, denn alle Kosmetika nutzen Rohstoffe, die letztlich aus der Natur kommen. Ob aus Erdöl oder von pflanzlichen Trägern, es ist alles Natur. Die Chemie versucht die Synthesewege in der Natur zu erforschen und so natürliche Rohstoffe herzustellen. Unser Chemikaliengesetz verlangt eine gründliche Untersuchung der Stoffe, auch wenn es manchem Naturschützer nicht weit genug geht. Ich habe allerdings noch kein Sicherheitsdatenblatt von Pflaumen gefunden, obwohl im Kern toxische Substanzen sind.

Wie verträgt sich der Auftritt dieser Händler mit der Werbeaussagen-VO? Können diese Händler abgemahnt werden?

 

Brüssel und die etherischen Öle

Etherische Öle, in der alten Schreibweise auch noch ätherische Öle geschrieben, sind Öle, die aus Blättern, Blüten oder Wurzeln von Pflanzen gewonnen werden. Sie enthalten chemisch gesehen viele Bestandteile in kleinen und kleinsten Mengen, die sich auf das Wohlbefinden von Menschen auswirken können.

Wer kennt nicht den besonders lieblichen Duft von Rosenöl oder den beruhigenden Geruch des Lavendelöls. All diese Öle könne aber in hohen Konzentrationen zu Allergien führen. Aber schon Paracelus erkannte, dass die Konzentration darüber entscheidet, ob ein Mittel heilt oder tötet. Unsere Brüsseler Abgeordneten und Sachverständigen wollen jetzt die Konzentrationen auf ein Maß verringern, dass die Wirkung dabei auf der Strecke bleibt. Vielleicht demnächst keinen Zimt mehr, weil das Cumarin als schädlich angesehen wird?

Es gibt auch Studien, die über einen positiven Einfluss auf Demenzkranke berichten. Etherische Öle verbessern nicht nur das Wohlbefinden, sie werden auch als Biozide eingesetzt – also zur Abwehr von Insekten. Nur in diesem Falle greift die Biozidverordnung, die viele Untersuchungen verlangt, die nur Großkonzerne noch finanzieren können.

Schon heute müssen etherische Öle als gesundheitsschädlich gekennzeichnet werden, weil es der Gesetzgeber so verlangt. Demnächst wird die Kennzeichnung noch verschärft und es muss ein Hinweis aufgebracht werden, dass etherische Öle, so sie denn in die Lunge kommen, tödlich wirken. Ob diese Kennzeichnung auch bei unserem Trinkwasser erforderlich ist? Denn Wasser in der Lunge kann ja bekanntlich auch zum Tode führen.

Die Brüsseler Technokraten erfahren kaum Widerstand von den Aromatherapeuten, den Öllieferanten und Anwendern der etherischen Öle. Dennoch hat sich eine kleine Gruppe zusammengefunden, die Brüssel Paroli gibt. Die N.O.R.A. International (Natural Oil Research Association) wurde 1990 in Reading bei London gegründet. 1996 nahm die deutsche Gruppe ihre Arbeit unter Prof. Dr. Dr. Dietrich Wabner ihre Arbeit auf. Der Verein ist gemeinnützig und finanziert sich aus den Mitgliedsbeiträgen (derzeit 120,00 EUR p.a.) und Spendengeldern. Werden Sie Mitglied und kämpfen für den Erhalt der nützlichen etherischen Öle.

 

Dr. Annette Mertineit-Heinz stellt sich vor

LRHQ steht für LebensmittelRecht | Hygiene | Qualität

LRHQ macht Ihnen als Unternehmer das Lebensmittelrecht transparent,  ist Ihnen bei der Umsetzung der Rechtsvorgaben ein kompetenter Partner,  arbeitet detektivisch und prüft Ihr Produkt auf „Herz und Nieren“ und last but not least, LRHQ läßt Sie im „Gesetzesdschungel“ nicht allein.

LRHQ führt NaTrue-Zertifizierungen für naturkosmetische Produkte durch.

Dr. Annette Mertineit-Heinz, Karlsruhe, www.lrhq.de

 

Vaseline in der Kosmetik

Vaseline ist oft Bestandteil von Kosmetika und Pharmazeutika. In der zertifizierten Naturkosmetik ist Vaseline verpönt, da es aus Erdöl gewonnen wird. Ein Problem, welches Händler vielfach von ihren Kunden hören. Doch was ist wirklich daran?

1872 ließ der Chemiker Robert Chesebrough den Markennamen Vaseline schützen. Im angelsächischen wird es heute noch als Petroleum Jelly bezeichnet. Chesebrough hatte bei Erdölarbeiten ein gelartiges Produkt entdeckt und so aufgearbeitet, das man es ohne die schmierigen Ölbestandteile verwenden konnte. Er war andiesem Produkt deshalb interessiert, weil die Arbeiter zufällig herausgefunden hatten, dass dieses Schmiermittel Brand- und Schürfwunden besser heilen ließ. Quelle: Chemie.de Information service GmbH

Chemisch besteht Vaseline aus einem Gemisch von höheren Kohlenwasserstoffen mit einem Schmelzpunkt zwischen 38°C und 56°C. Man unterscheidet zwischen der gelben Vaseline und der weissen Vaseline.

Die gelbe Vaseline ist ein technische Produkt, welches auch als Schmiermittel eingesetzt wird und welches aromatische Kohlenwasserstoffe enthalten kann. Aufgrund dieses Anteils an aromatischen Kohlenwasserstoffen, der i.d.R. kleiner als 0,1 % ist, wird es in der SVHC Liste (Candidate List of Substances of Very High Concern for authorisation) aufgeführt.

Die weisse Vaseline entsteht durch Aufbereitung des technischen Produktes, indem man die aromatischen Kohlenwasserstoffe entfernt. Die weisse Vaseline oder auch Petrolatum genannt, wird unter der CAS-Nr. 8009-03-8 geführt. Die Spezifikation entspricht dem Deutschen Arzneimittelbuch (DAB) bzw. dem Europäischen Arzneibuch (Pharmacopoea Europaea, Ph. Eur.). In Kosmetika und Phamazeutia wird ausschließlich die weisse Vaseline eingesetzt.

Einige Kommentare zu den Vor- und Nachteilen von Vaseline:

Naturkosmetik – zertifizieren oder nicht?

Viele Konsumenten wünschen sich eine Kosmetik, die ihrer Haut nicht schadet oder die keine Allergien hervorruft. Dabei soll die Naturkosmetik helfen. Der Begriff Naturkosmetik ist aber nicht definiert. Um diesem Umstand abzuhelfen, wurden einige Institutionen ins Leben gerufen, die versucht haben diesen Begriff für sich zu definieren. Anwender, die nach diesen Vorgaben formulieren, haben dann die Möglich, ihr Produkt zertifizieren zu lassen. Einige der in Deutschland bekanntesten Unternehmen sind ecocert in Frankreich, NaTRUE oder der Bundesverband der Industrie- und Handelsunternehmen für Arzneimittel, Reformwaren, Nahrungsergänzungsmittel und kosmetische Mittel e.V., der BDIH.

Der Nachteil der fehlenden Begriffsbestimmung kommt aber sehr schnell zu Tage, da sich allein diese drei Institutionen auf keinen gemeinsamen Nenner einigen können. So kann es passieren, dass ein Stoff bei einem erlaubt ist, aber bei dem anderen verboten ist.

Was also tun? Ich bin der Meinung, dass die verwendeten Substanzen auf jeden Fall dem Konsumenten helfen sollen, sein kosmetisches Problem zu lösen. Dabei sollen keine oder nur minimale Nebenreaktionen den Verwender belasten. Ein natürlicher Stoff ist nämlich nicht zwangsläufig auch harmlos. Nehmen Sie z.B. die Tollkirsche, in kleinen Dosen lebensrettend, in Übermaß tödlich. Ein Extrembeispiel, aber es zeigt, wie gefährlich auch ein Naturstoff sein kann.

Auslöser für Allergien, Reizungen etc. sind oftmals nicht die Hauptsubstanzen, sondern die Nebenbestandteile. Zigarettenrauch hat. z.B. mehr als 1000 Substanzen in kleinsten Mengen. Welcher ist allergieauslösend? Welcher ist krebsauslösend? In welcher Zusammensetzung? Das sind die Fragen, die die Chemiker untersuchen und möglichst aufklären wollen. Genauso ist es mit Substanzen für die Kosmetik. Natürliche Öle haben z.B. eine unterschiedliche Zusammensetzung, je nachdem ob die Pflanzen viel Sonne bekommen haben oder wenig. Je nach Zusammensetzung des Bodens. Dadurch können sich z.B. auch Metallverbindungen im Öl anreichern. Wann wird also eine Naturkosmetik schädlich?

Da noch zu viele Fragen ungelöst sind, befürworte ich Rezepturen, die aus definierten Substanzen erstellt werden. Diese Substanzen können natürlichen Ursprungs sein, aber genau so gut auch synthetisiert worden sein. Wichtig ist, nach dem Stand der Wissenschaft die Substanzen zu verwenden, die das kleinste Übel für den Konsumenten versprechen.