Archiv der Kategorie: Kosmetik

Naturkosmetik vs. Kosmetik

Fekunda

Fekunda-Projektmanagement, kosmetische Entwicklung

Durchstöbert man das Internet zum Thema Naturkosmetik, fällt auf, das viele Seiten nicht die Vorzüge ihres kosmetischen Produktes herausstellen, sondern sich viel Mühe geben, die „böse“ Chemie zu verteufeln. Warum?

Der Begriff Naturkosmetik ist nicht geschützt. Es gibt sowohl vom Bundesgesundheitsministerium als auch vom Europarat Ansätze für eine Definition, aber letztlich hat sich keine Definition durchgesetzt. Wikipedia bezeichnet Naturkosmetik so: „Als Naturkosmetik werden Kosmetika bezeichnet, die dem Anspruch nach schonender für Mensch und Umwelt und aus „natürlicheren“ Rohstoffen hergestellt sind als herkömmliche Kosmetika.“ Der interessierte Leser sieht hier leicht, dass es auch den Verfassern von Wikipedia schwer fällt, eine genaue Definition zu geben. Im Wesentlichen spielen bei allen Definitionen die Herkunft der Rohstoffe, die Gesundheitsgefährdung und die Schonung der Umwelt eine Rolle.

Gesundheitsgefährdung durch Kosmetika

Das Thema Gesundheitsgefährdung wird durch einschlägige Verordnungen in Europa geregelt. Die Kosmetikverordnung erlaubt nur Rohstoffe, die nach dem Stand der Technik nicht gesundheitsgefährdend sind oder schreibt die erlaubte Konzentration vor. Die Kosmetikverordnung schützt die Konsumenten weitgehend vor Verletzungen durch eingesetzte Rohstoffe. Ein großes Problemfeld unserer Tage wird durch die Kosmetikverordnung allerdings nicht vollständig erfasst: die stark steigenden Zahlen von allergischen Reaktionen.

Dermatologen und Wissenschaftler beschreiben die Reaktionen von verschiedenen Chemikalien auf die Haut, auf die Atemwege auf die Schleimhäute. Manchmal können sie die auslösende Substanz identifizieren. Aber es ist bis heute nicht gelungen, den Mechanismus einer Allergie zu beschreiben. Was führt zu der beobachteten Reaktion? Wie entwickelt sich diese Reaktion beim Menschen? Solange die Wissenschaft dieses Phänomen nicht umfassend beschreiben kann, solange kann sich der Patient nur teilweise gegen die Allergie schützen. Deshalb gibt es Informationen über allergieauslösende Substanzen, die den Ärzten und Wissenschaftlern zur Verfügung stehen. Der Patient wird über seinen Arzt davon in Kenntnis gesetzt, was eventuell seine Allergie ausgelöst hat. Manchmal stimmt die Diagnose, manchmal aber auch nicht. Der Allergiker kann nun aufgrund der Kosmetikverordnung in der Liste der Inhaltsstoffe, auf den Kosmetika als Ingredients bezeichnet, nachsehen, ob diese allergieauslösende Substanz enthalten ist.

Bekanntermaßen erzeugt die Natur selber die meisten bekannten Allergene. Die bekanntesten Naturprodukte sind Zitrusfrüchte und Nüsse. Natürlich gibt es auch synthetisch hergestellte Allergene, denn der Sinn der Chemie liegt ja darin, einen Rohstoff möglichst ohne Nebenprodukte zu produzieren. Der Chemiker schaut der Natur ab, wie die Natur einen Stoff synthetisiert und versucht diesen Prozess zu kopieren. Durch die Verbesserung der Synthesen werden die Stoffe zunehmend reiner. Der bekannte Ausspruch von Paracelcusallein die Menge macht das Gift, gilt für alle Substanzen, egal ob natürlich, biologisch oder chemisch synthetisiert.

Herkunft der Rohstoffe

Die Verfechter der Naturkosmetik argumentieren damit, dass die Natur sauber und friedlich ist, sie nicht zerstört. In Wahrheit ist die Natur das grausamste auf der Welt. Schauen Sie sich den Mikrokosmos mal an, jede Pflanze, jedes Tier kämpft ums Überleben. Da ist kein Platz zum Kuscheln. Gleichzeitig sorgt die Natur dafür, dass alles im Gleichgewicht ist. Aas wird verzehrt bevor es gefährliche Keime hervorruft. Blätter werden kompostiert und über einen längeren Zeitraum zu Öl und Gas verarbeitet. Mit welchem Recht wird die pflanzliche Welt als natürlich, die zu Öl umgesetzten Bestandteile dagegen als „unnatürlich“ bezeichnet? Ist es der einzige Grund, dass Pflanzen schneller die benötigten Rohstoffe liefern als Mutter Erde?

Jeder Rohstoff, den uns die Natur liefert, wird vor seinem Einsatz bei Kosmetika chemisch und / oder physikalisch aufbereitet. Am natürlichsten sind noch die Rohstoffe, die direkt aus der Natur gewonnen werden können, wie Öle. Durch Pressung, also einem physikalischen Vorgang, werden native Öle gewonnen, die in dieser Form auch in Kosmetika eingesetzt werden. Der Nachteil des physikalischen Vorganges ist, dass nicht nur die gewünschten Öle gesammelt werden, sondern auch Nebenbestandteile wie Fruchtfleisch oder unerwünschte Allergene. Bei einem weiteren wichtigen physikalischen Trennvorgang, der Extraktion, wird der Rohstoff mit Wasser oder Alkohol aus der Maische extrahiert. Dabei werden wasserlösliche oder alkohollösliche Nebenbestandteile ebenfalls mit dem Rohstoff im kosmetischen Produkt verarbeitet. Viele dieser Nebenbestandteile werden erst durch verbesserte analytische Methoden erkannt. Als Beispiel sei der Kaffee genannt, bei dem inzwischen über 1000 Nebenbestandteile identifiziert wurden.

Die meisten, auch in der Naturkosmetik eingesetzten Rohstoffe werden chemisch aufgearbeitet. Alle Tenside kommen in der Natur nicht natürlich vor. Sie müssen chemisch synthetisiert werden und sind unverzichtbar. Um kosmetische Produkte haltbar zu machen, sind Konservierungsmittel erforderlich. Die eingesetzten Benzoate, Benzoesäure und andere sind zwar in der Naturkosmetik geduldet, aber letztlich doch wieder chemisch synthetisiert.

Bleiben noch die Erdölderivate. Erdöl ist ein natürliches Produkt unserer Erde, wird aber mit Argwohn gesehen, wenn es in kosmetischen Produkten verarbeitet wird. Erdölprodukte werden chemisch aufbereitet, da Rohöl in seiner Form nicht für Kosmetika geeignet ist. Weißöle und Vaseline sind die bekanntesten Vertreter dieser Gruppe. Sie sind chemisch gereinigt und entsprechen unserem Arzneimittelgesetz. Warum ist ein Arzneimittel als kosmetisches Produkt ungeeignet?

Noch eine Anmerkung zu denen, die die Chemie verteufeln. Vielfach sind diese Verfasser chemische Laien, die nicht immer verstehen, wovon sie reden. Oder wie ist es erklärbar, dass im Internet hartnäckig immer wieder Dioxan und Dioxin verwechselt wird? Um die angebliche Bedenklichkeit eines Rohstoffes zu beweisen wird auch das Sicherheitsdatenblatt des Rohstoffes herangezogen. Das Sicherheitsdatenblatt gilt nur für den gewerblichen Gebrauch. Die gefährliche Wirkung eines kosmetischen Produktes wird durch die Sicherheitsbewertung aufgezeigt, sofern es gefährlich ist. Die Sicherheitsbewertung ist für jedes kosmetische Produkt in der EU obligatorisch und entspricht dem Stand der Technik. Ein kosmetisches Mittel mit gefährlichen Eigenschaften darf nicht verkauft werden. Die meisten Tenside sind nach den festgelegten Kriterien für den Umgang mit Chemikalien reizend, die etherischen Öle gesundheitsschädlich. Sie müssen für den Umgang mit ihnen entsprechend gekennzeichnet werden, denn diese Rohstoffe liegen in einer anderen Konzentration vor als im kosmetischen Produkt. Wieder Paracelsus!

Schonung der Umwelt

Jedes kosmetische Mittel wird am Körper eines Menschen eingesetzt. Sei es als fettlösendes Duschgel oder Shampoo, als pflegende Creme, als gleitendes Massageöl, als Wimperntusche oder Lippenstift. Und jedes künstlich auf die Haut aufgebrachte kosmetische Produkt wird entweder beim Duschen wieder abgewaschen oder mittels anderer Hilfsmittel beim Abschminken entfernt und über den Restmüll entsorgt. Das was wir der Natur entnehmen, führen wir ihr wieder zu. Leider ist dieser Satz nicht ganz so einfach. Die Entnahme aus der Natur bedingt Züchtung von Pflanzen oder Förderung von Erdöl. Das beides nicht so einfach ist, ist aus der Presse bekannt genug. Die Entsorgung letztlich ist auch nicht trivial. Durch Abwasseraufbereitung und Müllberge müssen die entsorgten kosmetischen Produkte behandelt werden, damit sie unsere Umwelt nicht übermäßig strapazieren. Und in diesem Kreislauf tun sich Naturkosmetik und herkömmliche Kosmetik rein gar nichts.

Jeder Anwender von kosmetischen Produkten möchte letztlich eines – er möchte die ausgelobte Wirkung spüren, aber keine gesundheitlichen Schäden nehmen. Der eine ist Verfechter der Naturkosmetik, der andere sucht ein billiges Produkt mit gleicher Wirkung und der dritte braucht ein Produkt was er persönlich gut verträgt.

FEKUNDA entwickelt kosmetische Produkte nach ihren Wünschen. Egal, welche Vorlieben Sie haben. Sie entscheiden, ob Sie reine Naturkosmetik wünschen oder klassische Kosmetik. Wir arbeiten mit einem Lohnfertiger für kleine und Kleinstserien zusammen, so dass Anbieter von Kleinserien dies auch realisieren lassen können. Oder Sie benötigen das Weihnachts-Duschgel für ihre Belegschaft. Auch solche Wünsche sind realisierbar, aber nicht kurzfristig, denn auch solche Produkte müssen mikrobiologisch getestet werden und eine Sicherheitsbewertung ist ebenfalls obligatorisch.

FEKUNDA ist auf kosmetische Produkte spezialisiert. Entwicklung von Kosmetika, Produktmanagement, Produktionslogistik bis zur Vermarktung. FEKUNDA übernimmt auch die Notifizierung von kosmetischen Produkten, also die EU-weite Anmeldung in Brüssel. Fekunda sorgt mit Partnern für die mikrobiologischen Untersuchungen und die Sicherheitsbewertung.

Notifizierung von Kosmetik

Immer wieder gibt es Nachfragen was zur Notifizierung von Kosmetik notwendig ist. Hier eine Auslistung von Unterlagen, die zur Notifizierung beigebracht werden müssen:

  • Quantitative Zusammensetzung, entweder mit der exakten Rezeptur oder die Konzentrationsbereiche, die gefordert werden. Auf Wunsch bringt Fekunda die Einzelbestandteile auch in die richtige Reihenfolge mit den INCI-Bezeichnungen – exakt oder mit Konzentrationsbereichen
  • bei Unklarheiten eines Inhaltsstoffes das entsprechnde Sicherheitsdatenblatt
  • das Etikett im pdf-Format
  • ein Bild von der Verpackung im jpg-Format

Nicht immer liegen alle Unterlagen für die Notifizierung vor. Fekunda bietet deshalb auch an, das Etikett im pdf-Format oder ein Bild von der Verpackung im jpg-Format zu erstellen.

Dr. Schuberts PUROMARIN® präsentiert sich dem Markt

Duschgel Fruits

Dr. Schuberts PUROMARIN® Duschgel Fruits

Lange hat es gedauert bis auch die rechtlichen Hindernisse ausgeräumt waren, aber jetzt ist es soweit. Das große Kosmetik-Projekt Dr. Schuberts PUROMARIN® ist den Kinderschuhen entwachsen und präsentiert sich dem Markt. FEKUNDA hatte bei diesem Projekt von der Produktentwicklung über das Produktmanagement bis zum Marketing die federführende Rolle.

Der Geschäftsführer der MicroCos GmbH, Garching b. München, Herr Eduard Glaubacker, ist stolz auf sein jüngstes Kind: „Wir haben jetzt eine Produktlinie, die durch die wirksamen pflanzlichen Wirkstoffe das halten, was sie versprechen.“  Dr. Schuberts PUROMARIN® wird in die vier Bereiche

  • Shower & Bath
  • Hair
  • Skin
  • Shave

untergliedert. Die Produktentwicklung läuft auf Hochtouren weiter und schon gibt es neue Interessenten für weitere Produktentwicklungen.

FEKUNDA – Ihr Partner für kosmetische Produktentwicklung und allen Fragen rund um den regulatorischen Bereich.

Abmahnungen – immer ein leidiges Thema

Auch im Kosmetiksektor sind Abmahnungen ein Thema. Seitdem die neue Kosmetikverordnung viele Verfahren vorschreibt, muss mit Abmahnungen gerechnet werden, wenn sich der Inverkehrbringer nicht an den Wortlaut der Verordnung hält. Dabei sind die unmittelbaren Kosten nicht das eigentliche Problem. Im Zuge der Abmahnung wird eine Unterlassungserklärung verlangt, die lebenslang gilt. Verletzungen können teuer zu stehen kommen.

Was aber richtig in die Kosten gehen kann, ist, wenn die Abmahnung eine Rückrufaktion nach sich zieht.

Haben Sie alle Vorbereitungen getroffen? Können Sie nachvollziehen, welche Charge von wem geliefert wurde und an wen Sie sie ausgeliefert haben? Sind Ihre Texte so, dass sie mit der Kosmetik-VO im Einklang sind?

Wenn Sie Bedenken haben, wenden sie sich an FEKUNDA.

 

Werbeaussagen bei Händlern von Naturkosmetik

Das Internet wird heute oftmals als Vertriebsplattform genutzt. Das ist für den Verbraucher auch hilfreich und aufschlußreich. Auffallend ist nur, dass einige Zeitgenossen in Deutschland, Österreich und der Schweiz – also im deutschsprachigen Raum – keine Argumente für ihre Produkte finden. Sie machen den Wettbwerb schlecht und glauben, sich so einen Wettbewerbsvorteil zu schaffen. Diese Form des Wettbewerbs hat mir noch nie behagt und deshalb habe ich mich systematisch von alle Firmen getrennt, deren Vertriebsbeauftrage als einziges Argument den ja so schlechten Wettbewerber kannten.

Im Bereich der Naturkosmetik findet man dieses Verhalten ebenfalls. Offenbar ist es den Herstellern ziemlich egal, wie ihre Produkte vertrieben werden. Da wird von einigen Händlern gegen die Chemie gewettert, was es das Zeug hält. Aber wenn man die Argumente mal liest, dann stellt man sehr schnell fest, dass diese Personen überhaupt keine Ahnung davon haben, was sie schreiben. Copy & Paste heißt das Zauberwort.

  • Da werden kosmetische Silikonverbindungen als biologisch nicht abbaubar beschrieben – dann dürften sie erst gar nicht verkauft werden.
  • Da wird 1,4-Dioxan mit Dioxin verwechselt – da würde kein Hersteller mehr Ethoxylate herstellen und der Vertrieb wäre längs verboten worden.
  • Da werden Sicherheitsdaten ohne Kenntnis der Bedeutung verwendet, nur um dem Verbraucher zu zeigen, wie schädlich doch sein jetziges Produkt angeblich ist und er unbedingt ein Naturprodukt verwenden sollte.
  • Da wird LAS (Lauryl Alkyl Sulfat) als chemisches Produkt verteufelt und Sodium Lauryl Sulfosuccinate als pflanzliches Tensid ausgelobt.

Was tun die Hersteller der Naturprodukte? Sie lassen es offenbar zu, um ihre Umsätze zu steigern. Es ist schon bedauerlich, dass Chemie meist schon früh in der Schule abgewählt werden kann und anschließend diese Personen sich als angebliche Fachleute im Internet tummeln.

Ob Naturkosmetik oder klassische Kosmetik – das ist eine philosophische Frage. Ich entscheide, was ich nutzen will, denn alle Kosmetika nutzen Rohstoffe, die letztlich aus der Natur kommen. Ob aus Erdöl oder von pflanzlichen Trägern, es ist alles Natur. Die Chemie versucht die Synthesewege in der Natur zu erforschen und so natürliche Rohstoffe herzustellen. Unser Chemikaliengesetz verlangt eine gründliche Untersuchung der Stoffe, auch wenn es manchem Naturschützer nicht weit genug geht. Ich habe allerdings noch kein Sicherheitsdatenblatt von Pflaumen gefunden, obwohl im Kern toxische Substanzen sind.

Wie verträgt sich der Auftritt dieser Händler mit der Werbeaussagen-VO? Können diese Händler abgemahnt werden?

 

Untersuchungsbericht 2012 des BVL

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) räsentierte am 12.11.2013 die Untersuchungsergebnisse aus dem Jahre 2012. Das BVL untersucht zwar schwerpunktmäßig die Lebensmittelbetriebe, aber auch Fertigungsbetriebe für Bedarfsstände, also z.B. Kosmetikhersteller.

In Deutschland existieren gut 1,2 Mio Betriebe, wovon ca. die Hälfte in 2012 kontrolliert wurde, teils sogar mehrfach. Ca. 20% der Betriebe wiesen Verstöße auf, die zu formellen Maßnahmen seitens der Behörde führten. Die meisten Verstöße (etwa 96%) lagen wie in den Vorjahren im Bereich der Hygiene und der Kennzeichnung.

Im Bereich der kosmetischen Mittel wurden Kosmetika aufgedeckt, die als parfümfrei deklariert wurden, aber trotzdem Allergene enthielten. Untersucht wurden 122 Hauptpflegeprodukte, 18 Produkte für die Körperreinigung und 46 Deoprodukte. Die Beanstandungsquote lag bei 20%!

Ein weiterer Schwerpunkt der Kontrollen lag bei der Überprüfung der Rückverfolgbarkeit, zu dem es für kosmetische Mittel allerdings keine dedizierten Aussagen gibt.

Werbeaussagen bei kosmetischen Produkten

Die Kosmetik-VO 1223/2009 beschreibt im Artikel 20 Absatz 1:

Bei der Kennzeichnung, der Bereitstellung auf dem Markt und der Werbung für kosmetische Mittel ddürfen keine Texte, Bezeichnungen, Warenzeichen, Abbildungen und andere bildhafte oder nicht bildhafte Zeichen verwendet werden, die Merkmale oder Funktionen vortäuschen, die die betreffenden Erzeugnisse nicht besitzen.

Zu den Werbeaussagen ist die Verordnung 655/2013 vom 10.07.2013 „Festlegung gemeinsamer Kriterien zur Begründung von Werbeaussagen im Zusammenhang mit kosmetischen Mitteln“ zu beachten, die am 11. Juli 2013 in Kraft getreten ist. Sie umfasst Werbeaussagen an den Endkunden in den Bereichen

  • Einhaltung von Rechtsvorschriften
  • Wahrheitstreue
  • Belegbarkeit
  • Redlichkeit
  • Lauterkeit
  • fundierte Entscheidungsfindung

Eine Erläuterung in englischer Sprache wurde in den „Guidelines to Commission Regulation (EU) No 655/2013 laying down common criteria for the justification of claims used in relation to cosmetic products“ im Juli 2013 veröffentlicht.

Haben Sie Fragen zum Thema Werbeaussagen? Wir helfen Ihnen gerne.

 

Brüssel und die etherischen Öle

Etherische Öle, in der alten Schreibweise auch noch ätherische Öle geschrieben, sind Öle, die aus Blättern, Blüten oder Wurzeln von Pflanzen gewonnen werden. Sie enthalten chemisch gesehen viele Bestandteile in kleinen und kleinsten Mengen, die sich auf das Wohlbefinden von Menschen auswirken können.

Wer kennt nicht den besonders lieblichen Duft von Rosenöl oder den beruhigenden Geruch des Lavendelöls. All diese Öle könne aber in hohen Konzentrationen zu Allergien führen. Aber schon Paracelus erkannte, dass die Konzentration darüber entscheidet, ob ein Mittel heilt oder tötet. Unsere Brüsseler Abgeordneten und Sachverständigen wollen jetzt die Konzentrationen auf ein Maß verringern, dass die Wirkung dabei auf der Strecke bleibt. Vielleicht demnächst keinen Zimt mehr, weil das Cumarin als schädlich angesehen wird?

Es gibt auch Studien, die über einen positiven Einfluss auf Demenzkranke berichten. Etherische Öle verbessern nicht nur das Wohlbefinden, sie werden auch als Biozide eingesetzt – also zur Abwehr von Insekten. Nur in diesem Falle greift die Biozidverordnung, die viele Untersuchungen verlangt, die nur Großkonzerne noch finanzieren können.

Schon heute müssen etherische Öle als gesundheitsschädlich gekennzeichnet werden, weil es der Gesetzgeber so verlangt. Demnächst wird die Kennzeichnung noch verschärft und es muss ein Hinweis aufgebracht werden, dass etherische Öle, so sie denn in die Lunge kommen, tödlich wirken. Ob diese Kennzeichnung auch bei unserem Trinkwasser erforderlich ist? Denn Wasser in der Lunge kann ja bekanntlich auch zum Tode führen.

Die Brüsseler Technokraten erfahren kaum Widerstand von den Aromatherapeuten, den Öllieferanten und Anwendern der etherischen Öle. Dennoch hat sich eine kleine Gruppe zusammengefunden, die Brüssel Paroli gibt. Die N.O.R.A. International (Natural Oil Research Association) wurde 1990 in Reading bei London gegründet. 1996 nahm die deutsche Gruppe ihre Arbeit unter Prof. Dr. Dr. Dietrich Wabner ihre Arbeit auf. Der Verein ist gemeinnützig und finanziert sich aus den Mitgliedsbeiträgen (derzeit 120,00 EUR p.a.) und Spendengeldern. Werden Sie Mitglied und kämpfen für den Erhalt der nützlichen etherischen Öle.

 

Rezepturentwicklung für Kosmetika

Fekunda unterstützt nicht nur bei CPNP – Anmeldungen oder der Erlangung des EU-Umweltzeichens oder bei Gefahstoffeinstufungen oder Gefahrguteinstufungen, nein, Fekunda entwickelt auch Rezepturen unter Berücksichtigung der Kosmetik-VO 1223/2009 für Sie.

Für einen Kunden haben wir jetzt eine Serie an reinigenden Kosmetikprodukten entwickelt – Shampoos und Duschgele. Diese Produkte sollen naturnah sein, dass heisst, es werden vorwiegend natürliche Rohstoffe eingesetzt, aber auch chemisch hergestellte Rohstoffe, die keine, bzw. geringe allergene Auswirkungen auf den Menschen haben. Auf Konservierungsmittel gemäß Anhang V der Kosmetik-VO 1223/2009 wurde ganz verzichtet. Ebenso wurden keine Silikone und keine Farbstoffe eingesetzt.

Eine Reihe von Weiterentwicklungen gibt es mit Einsatz von etherischen Ölen, um bestimmte Auswirkungen der etherischen Öle auf den Menschen zu stimulieren.

Wir freuen uns, auch für Sie tätig zu werden.

Produktionsinformationsdatei (PID)

Jedes Produkt unterliegt einem Lebenszyklus. So auch alle kosmetischen Produkte. Deshalb hat der Gesetzgeber in der Kosmetik-Verordnung (EG) 1223/2009 festgelegt, dass für jedes Produkt eine sog. Produktinformationsdatei (PID) erstellt wird. Der Inhalt einer PID ist zwar weitestgehends mit den bekannten Aufzeichnungen aus der Vergangenheit identisch, aber es gibt auch einige Neuigkeiten.

Hintergrund der PID ist ein möglichst breites Wissen um das kosmetische Produkt. So gehören neben der Rezeptur und den physikalisch-chemischen Eigenschaften auch die mikrobiologische Qualität und die Wirkungsweise des kosmetischen Produktes beim Menschen zu den geforderten Daten und die Sicherheitsbewertung. Die Beschreibung der Herstellungsmethode und eine Erklärung zur Einhaltung der Guten Herstellpraxis (GMP) ist ebenfalls Bestandteil der PID. Die GMP fordert u.a. die Nachverfolgbarkeit von Rohstoffen und Fertigprodukten. D.h., der Hersteller hat alle Daten über die Rohstoffe und kann die Auslieferung der Chargen an seinen Kunden nachweisen. Der Kunde führt wiederum den Nachweis der einzelnen bezogenen Chargen an seine (End-)Kunden. So schließt sich der Kreis. Hat ein Konsument ein Problem mit einem kosmetischen Produkt, so läßt sich nachverfolgen, ob  evtl. ein Rohstoff die Ursache verursacht hat. Anders herum lassen sich bei einer fehlerhaften Rohstoffcharge die Konsumenten ausfindig machen, die evtl. vor dem Gebrauch gewarnt werden müssten (Rückrufaktion).

In der PID sind also alle Daten zu einem kosmetischen Produkt zu finden. Von der Entwicklung über die Produktion bis zum Konsumenten. Ebenso finden Rezepturänderungen ihren Eingang in die PID, solange es unter gleichem Label verkauft wird. Die Daten müssen bis 10 Jahre nach der letzt gefertigten Charge aufgehoben werden. Ein Vorteil für den Hersteller, da ansonsten nach BGB bei Möglichkeit von Personenschäden die Beweispflicht 30 Jahre lang existiert.