REACh – es gibt viel zu tun

2008 wurde REACh, die europäische Chemikalienverordnung, ins Leben gerufen. Ziel ist die bessere Kenntnis aller Chemikalien, die tagtäglich in den Verkehr gebracht werden. Dazu wurden 3 Teilprojekte definiert, in denen die Stoffe untersucht und dokumentiert werden sollen:

  • alle Stoffe, die bis 1000 t/a hergestellt werden
  • alle Stoffe, die zwischen 100 und 1000 t/a hergestellt werden
  • alle Stoffe, die zwischen 1 und 100 t/a hergestellt werden

Das erste Teilprojekt ist bereits abgeschlossen und das zweite endet am 31. Mai dieses Jahres. Bis heute wurden ca. 8.000 Stoffe beschrieben. 1981 hat die EU die versucht, die zu diesem Zeitpunkt im Handel befindlichen Substanzen zu ermitteln. Damals wurden mehr als 100.000 Substanzen im Altstoffverzeichnis angemeldet. Auch wenn nicht alle 100.000 Substanzen unter 1 t/a hergestellt werden, bleibt ein großes Gap zwischen den bereits beschriebenen Stoffen und den noch zu untersuchenden Stoffen. Die Registrierung dieser Stoffe soll bis 2018 abgeschlossen sein.

Allein aus dieser Vielzahl zeigt sich, dass insbesondere KMU’s Unterstützung brauchen werden, um termingerecht die Registrierung durchführen zu können. Da in den folgenden 5 Jahren ca. die 10-fache Menge an Stoffen untersucht werden muss, muss damit gerechnet werden, dass viele Stoffe nach 2018 nicht mehr in den Verkehr gebracht werden dürfen.